Mehr als 80 % bei Online-Umfrage dagegen – Breite Mehrheit gegen Kopftuchverbot am Welser Magistrat

 

Die Ankündigung von FPÖ „Integrationsstadtrat“ Kroiss, am Welser Magistrat ein Kopftuchverbot einführen zu wollen, stößt auf Empörung und breite Ablehnung weit über die Antifa hinaus. In einer aktuellen Online Abstimmung haben mehr als 80 % der Teilnehmer das Verbot abgelehnt. Dies sollte FP-Bürgermeister Rabl ein eindeutiger Auftrag sein, diesen Unfug sofort zu beenden. Schließlich haben sich bis dato über 13.000 Personen an der Umfrage beteiligt, weit mehr als Rabl im Vorjahr mit seiner teuren Bürgerbefragung erreichen konnte.

Unter dem Vorwand, mit diesem Verbot ein Zeichen gegen ein „Symbol der Unterdrückung“ aussenden zu wollen, werden  in Wahrheit Persönlichkeitsrechte eingeschränkt und Volksgruppen unter Pauschalverdacht gestellt.

„Mit dieser Symbolpolitik werden nur ausländerfeindliche Ressentiments mancher Stammtische bedient, aber nichts zur Lösung echter sozialer Probleme in Wels beigetragen“, betont Antifa Vorsitzender Werner Retzl und ergänzt: „Gleichzeitig werden erfolgreiche Integrationseinrichtungen abmontiert, wie die Kürzungen beim Integrationsbüro und der Rückbau der Dienststelle für Frauenangelegenheiten belegen“.

Diese doppelbödige Politik der (Welser) FPÖ ist nicht grundsätzlich neu, schlimm aber ist, dass jetzt, mit der Welser ÖVP im Schlepptau, mittlerweile auch ein großer Imageschaden für die Stadt Wels angerichtet wird. „Seit Jahren sorgen negative, parteipolitisch motivierte Kampagnen der FPÖ zum „Ausländerthema“ immer wieder für ein schlechtes Image von Wels. Soll jetzt mit dumpfer Kulturkampfrhetorik ein neues, unappetitliches „Markenzeichen“ der Stadt Wels etabliert werden?“, sorgt sich Retzl und kündigt Widerstand an:

„Nicht mit uns! Wir stehen für ein weltoffenes, auf Vielfalt und friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen ausgerichtetes Wels! Wir lehnen eine Kopftuchdiskussion als Angstmache ab, und werden gegebenenfalls Gegenaktionen ergreifen, um weiteren Imageschaden von Wels abzuwenden.

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen rechte Politik!

Welser Initiative gegen Faschismus

300 TeilnehmerInnen bei würdigem Pogromnacht-Gedenken der Welser Antifa

300 Teilnehmer bei würdigem Pogromnacht-Gedenken der Welser Antifa

 Harald Krassnitzer fordert konsequente Bekämpfung des Fremdenhasses

 Antifa-Vorsitzender Retzl: „Hetze der FPÖ führt zu neuen Pogromen“

 WELS. Trotz schlechten Wetters kamen am Donnerstagabend rund 300 Menschen zum Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark, um an der traditionellen Kundgebung der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) teilzunehmen. Diese Kundgebung, die von mehr als 40 Organisationen – darunter den Gewerkschaften und den Kirchen – mitgetragen wird, erinnert alljährlich an die Pogromnacht 1938, macht aber auch auf Rassismus und Antisemitismus heute aufmerksam.

Der Schauspieler Harald Krassnitzer wies in seiner Gedenkrede darauf hin, dass derzeit besonders Flüchtlinge zunehmendem Fremdenhass bis hin zu gewalttätigen Angriffen ausgesetzt sind. Regierung und Behörden dürften nicht wegschauen, sondern müssten den Hass beim Namen nennen und konsequent bekämpfen, fordert Krassnitzer. Es brauche aber auch eine bessere Sozial- und Bildungspolitik, die der derzeitigen Verunsicherung in der Gesellschaft entgegenwirke.

Der Welser Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer sprach ewiggestrige Umtriebe in den letzten Monaten an: vom internationalen Rechtsextremisten-Treffen, das mit dem Sanctus von ÖVP und FPÖ in den Linzer Redoutensälen stattgefunden hat, über die Aussage eines Welser FPÖ-Anhängers, die SPÖ gehöre „in die Gaskammer gesteckt“, bis hin zur Leugnung der Vergasungen im KZ Mauthausen durch einen Welser Rechtsanwalt.

Antifa-Vorstandsmitglied Katharina Gusenleitner appellierte an die Zivilgesellschaft: „Bekämpfen wir die Hasser und Demagogen mit Herz, Hirn, Verstand und Vernunft, Geschick und der Wahrheit, denn diese ist es, die sie am meisten ablehnen und fürchten. Nimmt sie ihnen doch jegliche Grundlage ihres Handelns.“

Der Evangelische Posaunenchor Wels unter der Leitung von Martin Köberl sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung des Gedenkens.

Übles Hass-Posting von Welser FPÖ-Funktionärin: „Aufghängt bei de füss …“

 Antifa-Vorsitzender Werner Retzl zeigt sich mit der Kundgebung sehr zufrieden: „Die Teilnahme war so stark, weil uns die gesamte Welser Zivilgesellschaft unterstützt. Zur Kundgebung von FPÖ-Bürgermeister Rabl sind nur rund 50 Leute gekommen, obwohl er sogar die mehr als 1.000 Magistratsbediensteten mit einem eigenen Schreiben eingeladen hat.“

Anhand eines konkreten Beispiels erklärt Retzl, warum die Welser Antifa gemeinsame Aktivitäten mit der FPÖ ablehnt: „Erst vor wenigen Tagen hat die Welser FPÖ-Funktionärin Constanze H. auf der Facebook-Seite von HC Strache ein besonders übles Hassposting veröffentlicht. Darin schreibt sie über einen syrischen Flüchtling, der Selbstmord begehen wollte: A gstreckte linke in die pappn, dem saugfrast. Aufghängt bei de füss …‘ Diese Art aggressiver Hetze, die die Blauen immer wieder betreiben, führt zu neuen Pogromen – etwa zu Brandanschlägen auf  Flüchtlingsheime. Die FPÖ hat jetzt als Hauptfeindbild die Muslime entdeckt, ist aber so menschenverachtend wie eh und je.“

 

Auch die Tatsache, dass die Freiheitlichen zwei israelische Redner aufgeboten haben, beeindruckt den Antifa-Vorsitzenden nicht: „Schade, dass sich die beiden – allerdings sehr weit rechts stehenden – Herren als Feigenblätter haben missbrauchen lassen. Ihre Partei Likud hält von den Auftritten für die FPÖ genau so wenig wie die Jüdische Gemeinde in Österreich. Und in Wien haben junge Jüdinnen und Juden dagegen protestiert – das sagt wohl alles.“

 

Rabl will Antifa-Kundgebung zur „Reichspogromnacht“ behindern – meldet eigene Kundgebung an. Antifa: „FP-Beteiligung ein Affront gegenüber Opfern“

WELS. FP-Bürgermeister Rabl hat für den Vorabend der sogenannten „Reichspogromnacht“ eine stadteigene Kundgebung am jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark angekündigt – am gleichen Ort und gleichen Zeitpunkt wie die Kundgebung der Antifa, die bereits vor Monaten angekündigt (erstmals  am 26. Juli auf unserer Homepage) war. Die von mehr als 30 Vereinen der Welser Zivilgesellschaft unterstützte Kundgebung gegen Rechtsextremismus und Rassismus muss jetzt aufgrund der Terminkollision verschoben werden.
Antifaschistische Kundgebung nun am 10. November!
Werner Retzl, Vorsitzender der Initiative, nimmt die Sache sportlich, äußert aber inhaltlich große Bedenken: „Wir haben nach reiflicher Überlegung eine Verschiebung unserer Gedenkkundgebung auf den 10. November beschlossen und dies mit unserem Gedenkredner  Harald Krassnitzer abgestimmt. Wir wollen keinerlei Berührungspunkte mit der vom FP-Bürgermeister initiierten Farce. Wir können nicht abschätzen, welches Publikum sich der von Rabl initierten Veranstaltung anschließt, und wollen jede physische Konfrontation vermeiden“.
Inhaltlich findet die Antifa überaus deutliche Worte: „Wenn man die politische Positionierung der FPÖ, die gegen Minderheiten auftritt, Ängste schürt und Beschränkungen von Demokratie und Sozialstaat durchsetzen will, ernst nimmt, so ist deren Auftreten beim Gedenken  an die Opfer des Faschismus ein schlechter Witz“. Und Retzl setzt nach:
Jene FPÖ, die nahezu zeitgleich in Linz ein Treffen von Rechtsextremisten aus ganz  Europa mitorganisiert, will eine Gedenkkundgebung gegen Faschismus initiieren? Etwas Lächerlicheres ist mir noch nicht untergekommen“.

Wenn die Arbeit des Bürgermeisters zur Bierzeltgaudi verkommt

Der Welser Bürgermeister Rabl meint in einem aktuellen Interview, er müsse als FPÖler die Bierzeltklaviatur bespielen können. Wie wahr! Dem müsste man eigentlich nichts hinzufügen, würde er sich mit dem begnügen und wäre da nicht seine Funktion als Welser Stadtoberhaupt, in der er bislang außer Grauslichkeiten nichts vorzuweisen hat. Wenn ein hochrangiger Politiker nur seine Klientel bedient und Wels von der Einkaufsstadt zur Stadt der nationalen Erhebung mutieren lässt, muss selbst dem blauäugigsten Beobachter der Welser Stadtpolitik klar werden, dass die Welserinnen und Welser mit Andreas Rabl den politischen Bock zum Gärtner gemacht haben. Manche mögen ja noch immer meinen, dass rechtextreme Jugendsünden diverser Parteikollegen Rabls politisch verjährt seien, dass polternde Bierzeltreden gemeinsam mit FP-Granden vernachlässigbare Wahlkampfrhetorik seien, dass die Bestellung des Magistratsdirektors mit einem schlagenden Burschenschafter nicht der Rede wert sei. Wenn all das so belanglos ist, wie es Rabl und Konsorten glaubhaft machen wollen, dann werden die Welserinnen und Welser leider erst dann merken, woher der Wind bläst, wenn sie es so richtig schmerzhaft im Börsel spüren und die Stadt erfolgreich in einen blauen Versorgungspool umgewandelt worden ist. Bis dahin werden wir den passionierten Geigenspieler Rabl wohl kaum auf der Festzeltbühne musizieren hören, sondern recht extrem an der Umsetzung der freiheitlichen Agenda arbeitend erleben.

Leserbrief von Werner Retzl, Vorsitzender der Welser Initiative gegen Faschismus

Rede anlässlich des Gedenkens der Opfer des Todesmarsches der ungarischen Juden

Redebeitrag von Katharina Gusenleitner:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Welser Initiative gegen Faschismus bedanke ich mich, dass sie sich heute zum Gedenken an die Opfers des Todesmarsches der ungarischen Jüdinnen und Juden hier versammelt haben. Ich darf mich auch bei meinen beiden Vorrednern für ihre wichtigen Worte bedanken und ebenso beim Evangelischen Posaunenchor Wels unter der Leitung von Martin Köberl für die musikalische Umrahmung.

In erster Linie haben wir uns hier eingefunden, um Menschen zu gedenken. Menschen, die Schreckliches erlitten haben, die ein Martyrium durchlebten, das für unsere Gehirne und Herzen kaum vorstellbar ist. Im Nordteil des Welser Friedhofs sind 1.030 KZ-Opfer – vorwiegend ungarische Jüdinnen und Juden – bestattet. Sie mussten am Todesmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen im April 1945 teilnehmen. Viele von ihnen wurden noch durch die US-Armee befreit, konnten aber nicht mehr gerettet werden: Sie starben an Seuchen und Entkräftung. Wir sind aber auch hier, um zu ermahnen, dass ein Verbrechen dieses Ausmaßes nie wieder passieren darf, was angesichts der Erstarkung rechtsextremer Umtriebe und Gewaltakte von erheblicher Dringlichkeit ist.

Bedauerlicherweise geschieht seit den Abscheulichkeiten von damals  so viel anderes Unrecht und Leiden und Sterben.

Ich möchte mich heranwagen, möchte eine Brücke schlagen zwischen den abscheulichen Gräueltaten der Vergangenheit und den teils menschunwürdigen Politiken der Gegenwart, wobei ich der Überzeugung bin, dass es nicht ungefährlich ist, jegliches Ereignis mit geschichtlichen Geschehnissen zu vergleichen und somit zur Verharmlosung des weiterhin größten Verbrechens der Menschheit beizutragen.

Als ich das letzte Mal vor 2 Jahren die Gelegenheit hatte  hier zu reden, widmete ich mich meine Worte  der Bedeutung von Gedenkarbeit sowie dem modernen Antisemitismus. Auch darüber ließe sich heute noch gut sprechen, da beides nichts an Aktualität eingebüßt hat. Gedenkarbeit scheint wichtiger denn je und auch über gegenwärtigen Antisemitismus ließe sich leider ausufernd referieren.

Lassen Sie mich heute versuchen, das psychologische Moment der Jetztzeit herauszuarbeiten – nämlich das Spiel mit der Angst der Menschen, das Forcieren des Wunsches nach Sicherheit und Abschottung, um das sich aktuell alles dreht und sich schon einmal gedreht hat in diesem Land am Strome, der Äcker und Dome. Doch nicht nur hier in dieser kleinen Alpenrepublik, läuft vieles verquer und ist die Fläche für die Verunmenschlichung des Menschseins geebnet.

Doch zurück zu besagter Alpenrepublik:

Flüchtlingsströme, Überfremdung, Terrorgefahr, Islamisierung, Abgrenzung, Grenzen, Obergrenzen, Besinnung auf unsere Werte, Sicherheit, etc gipfelten schließlich in einem vermeintlichen Notstand. Ängste, die ein Player im Staate schürt und von anderen instrumentalisiert werden, um nur irgend möglich einen kompletten Machtverlust zu verhindern. Es gibt sie wieder in Hülle und Fülle – die Demagogen.

In Österreich von einem Notstand zu sprechen, ist so ziemlich das Vermessenste und geht so sehr an der Realität vorbei, dass es schon weh tut, davon zu lesen. (Wenn man sich vor Augen hält, was sich in anderen Regionen dieser Erde oder an diversen europäischen Grenzen abspielt.) Es schmerzt jedoch nicht nur, sondern versetzt in Furcht und Schrecken – die Menschen, die diesen Behauptungen und ihren darauffolgenden Taten Glauben schenken aber auch diejenigen, die dies nicht tun und um ihre verfassungsmäßig gewährleisteten Rechte und das demokratische System in Sorge sind.

Denn die Angst hat viele Facetten und findet sich unter Anhängerinnen verschiedenster Gesinnungen. Beim Basteln an meiner Rede entsann ich mich eines Zitates Adornos, das mir in den letzten Monaten immer wieder auf social media Kanälen aufgeschlossener, liberaler und weltoffener Menschen unterkam, das da lautet:

Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.
Was für ein weiser Mensch!

Die einen fürchten sich vor größtenteils inszenierten Phänomenen, die Ängste der anderen sind leider so real wie sie es schon lange nicht mehr waren. Ja es ist zum Gruseln: die Beschneidung von Minderheitenrechten, Ausgrenzung von Menschen, Gewalt gegen Menschen, das plakative Hetzen gegen Menschen (wie etwa lokal passiert durch die öffentliche Abbildung von Fäkalien), die Besinnung auf das ausschließlich eigene Kulturgut (es stellt sich hier die Frage, was das überhaupt sein soll), der Wunsch nach Einfalt anstelle von Vielfalt, die Kriminalisierung von Menschen, die anderen Menschen Hilfe und Schutz bieten kumulieren schließlich in der eigenmächtigen Aussetzung von völkerrechtlichen Verträgen und Asylrechtsverschärfungen und Grenzschließungen. Derartige Politiken bringen am Ende noch das ohnehin bereits fragile Fundament des größten Friedensprojekts des vorigen Jahrhunderts zum Scheitern. Ja, welcher vernunftbegabte Mensch würde es bei so viel Gift nicht mit der Angst zu tun bekommen. Und was geschah eigentlich mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde?

Angst jedoch ist ein negativer Motor und nicht notwendig, solange es nicht um Leib und Leben geht. Die Kunst, wieder eine menschenwürdigere Umwelt mit internationalem Weitblick und Offenheit gegenüber Menschen zu schaffen, wird darin liegen, nicht aus Angst sondern aus Liebe zu den Menschen zu kämpfen und zu handeln. Sicher können wir auch aus Angst dagegenhalten, aufklären, auf Grund- und Menschenrechte pochen, was angesichts der momentanen Politik nicht verwunderlich wäre, schöner und nachhaltiger ist es aber, dies aus Solidarität zu tun. Erst durch die Aufgabe des Strebens nach Sicherheit, nach Grenzen und Macht können wir die Freiheit des Menschseins wiedererlangen.

Vielleicht sollten wir aufhören uns zu fürchten und einfach loslegen oder weitermachen. Doch egal aus welchen Motiven wir handeln, das Schlimmste wäre wohl die Nichttat. Ich schließe wieder mit einem Zitat Adornos:

Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen

In diesem Sinne lösen wir die Aufgabe!

Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit!

ung16

Christian Stöbich, Werner Retzl, Anton Pelinka, Katharina Gusenleitner, Robert Eiter, Johnny Reindl-Schwaighofer

Presseaussendung Jahresforum der Welser Initiative gegen Faschismus 2015

Am vergangenen Montag, dem 23. November, lud die Welser Initiative gegen Faschismus zum alljährlichen Jahresforum.

Werner Retzl, im Vorsitz bestätigt, appellierte an die Mitglieder, sich auch zukünftig nicht von der neuen politischen Situation entmutigen zu lassen, sondern aufrecht gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aufzustehen. „Natürlich hat sich mit der Wahl die Ausgangslage in Wels stark verändert – zukünftig wird es für die Welser Antifa wichtiger denn je sein, Haltung zu beweisen und anstelle des bisherigen konsens- und kooperationsorientierten Auftreten gegenüber der Stadt, vermehrt auch auf neuen Wegen zu schreiten“, so Werner Retzl in seinem kurzen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Dr. Peter Koits, der während seiner Amtszeit die Zusammenarbeit mit der Welser Antifa forciert hatte und stets aufrichtig gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auftrat, wurde der Elfriede-Grünberg-Preis der Welser Initiative verliehen.

Weitere Preisträger sind Dr. Christian Brandlmair, der durch sein couragiertes Auftreten für die Thalheimer Flüchtlinge, große Zustimmung, aber auch viel Ablehnung durch seine Nachbarschaft erhielt.

Auch die NMS Gunskirchen erhielt einen Preis für ihre großartige Arbeit rund um die jährlichen Gedenkfeiern, sowie die Organisation „WELS hilft“ rund um Andrea Schwaiger und Andrea Bauer. Im Zuge der Veranstaltung wurden auch Spenden für „Wels hilft“ gesammelt – Andrea Schwaiger und Andrea Bauer durften sich über 1000 Euro für ihre Arbeit freuen.

Demokratie verteidigen – Menschenrechte schützen: Mitglied werden bei der Welser Initiative gegen Faschismus!

In diesen Zeiten wird unsere Arbeit wichtiger denn je. Wir wollen uns in Hinkunft noch breiter aufstellen – mehr Mitglieder, mehr Aktive, mehr Leben!

Obwohl alle unsere Vorstandsmitglieder ehrenamtlich tätig sind, erwachsen aus unseren Aktivitäten auch Kosten: für Drucksorten, für ReferentInnen, für Raummieten, etc. – darum sind wir auf Mitgliedsbeiträge angewiesen.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt 35,- im Jahr, bzw. ermäßigt (SchülerInnen, Studentinnen, Lehrlinge etc.) 11.-. Neu ist der „Familientarif“ um 50.- Euro sowie eine Fördermitgliedschaft um 300,- per anno.

Wenn du uns unterstützen willst, vielleicht auch mitarbeiten möchtest: antifa.wels@gmail.com (oder PM auf facebook bzw. persönlich bei unseren Vorstandsmitgliedern)

Kontoverbindung für Mitgliedsbeiträge oder einmalige Spenden:

Welser Initiative gegen Faschismus

IBAN: AT61 2032 0116 0000 1041

Bei Sparkasse OÖ

BIC: ASPKAT2LXXX

Danke!

Der Vorstand der Welser Initiative gegen Faschismus

vorstand

von links nach rechts: Katharina Gusenleitner, Thomas Rammerstorfer, Nuray Bahcetepe, Christian Stöbich, Rudolf Spitzer, Alexander Grünberger, Laurien Scheinecker, Werner Retzl, Raimund Buttinger (nicht im Bild: Markus Rachbauer)

8. September 2015: Präsentation des dritten Bandes von „Wels im Nationalsozialismus“

Am Dienstag, dem 8. September, präsentieren Michael Kitzmantel und Günter Kalliauer um 19.00 Uhr im Bildungshaus Schloss Puchberg den dritten Band der Buchreihe „Nationalsozialismus in Wels“. Schwerpunktthemen der spannenden Publikation sind u.a. Justiz, Frauen und Bomberabstürze.

Bürgermeister Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Werner Retzl werden Statements abgeben.

Veranstaltet wird die Buchpräsentation von der Stadt Wels, dem Bildungshaus, der Welser Initiative gegen Faschismus und dem Oberösterreichischen Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, gefördert wird sie durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Anbiederung an FPÖ ist völlig prinzipienlos!

Presseaussendung:

Welser Antifa kritisiert SPÖ-Wimmer scharf:

Auf heftigen Widerstand stößt Hermann Wimmer, Bürgermeisterkandidat der Welser SPÖ, mitseiner Anbiederung an die FPÖ. Wimmer hatte in einer gemeinsamen Presseaussendung mit dem Linzer Bürgermeister Klaus Luger und dem Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl gefordert, dass sich die Sozialdemokratie auf allen Ebenen zur FPÖ öffnen solle. Voraussetzung dafür sei eine Distanzierung der Blauen von Rechtsextremismus und Rassismus.

Einfach lachhaft“, sagt Werner Retzl, Vorsitzender der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa). „Verbal distanziert sich die FPÖ ja immer wieder vom Rechtsextremismus, nur um in der Praxis munter weiter zu hetzen. Wimmer und seine Kollegen sollen nicht so tun, als wüssten sie das nicht. Mit ihrer Prinzipienlosigkeit taktieren sich solche SPÖ-Politiker um Kopf und Kragen: Sie wollen um jeden Preis ihre Macht erhalten, vertreiben aber ihre antifaschistischen und migrantischen WählerInnen. Ein Bündnis mit der FPÖ ist ein Bündnis mit dem Rassismus – in Wels und anderswo!“