Welser Wirtschaftskammerobmann fordert Verbot der Gewerkschaften

Offenbar übermotiviert durch das Wahlergebnis nimmt sich manch Unternehmer-Vertreter kein Blatt mehr vor den Mund. So tönte der Welser Wirtschaftskammerobmann Josef Resch, Eigentümer und Geschäftsführer der Resch & Frisch-Gruppe, im Welser Regionalfernsehen:

„Im Süden von USA ist die Gewerkschaft inzwischen verboten worden, ja. Ich wäre dafür, dass wir das bei uns auch machen“[1]

Dazu ist anzumerken: Im „Süden von USA“ sind Gewerkschaften selbstverständlich nicht verboten, auch wenn sich Herr Resch das vielleicht wünscht. Skandalöser als seine Unwissenheit ist aber natürlich die Forderung, diese hierzulande zu verbieten. Gewerkschaften wurden zuletzt unter dem NS-Regime illegalisiert, zig-tausende GewerkschafterInnen wurden von den Nazis verfolgt, eingesperrt, in Gefängnissen und Konzentrationslagern ermordet.

„Die Zerschlagung der organisierten ArbeiterInnenbewegung ist ein zentrales Element faschistischen Gedankenguts. Wer mit solchen Ideen sympathisiert, hat in einem öffentlichen Amt nichts verloren“, meint Rudolf Spitzer, Gewerkschafter und Antifa-Vorstandsmitglied.

Weiters ersucht die Welser Initiative gegen Faschismus die ÖVP um Klarstellung, immerhin ist Resch auch Obmann des schwarzen Wirtschaftsbundes und Mitglied des Welser Stadtparteivorstandes.

Welser initiative gegen Faschismus

[1] WT 1, Sendung vom 18. 11. 2015, ab Minute 3:20, siehe http://www.wt1.at/startseite.html (abgerufen am 26. 11. 2015)

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vorstand

von links nach rechts: Katharina Gusenleitner, Thomas Rammerstorfer, Nuray Bahcetepe, Christian Stöbich, Rudolf Spitzer, Alexander Grünberger, Laurien Scheinecker, Werner Retzl, Raimund Buttinger (nicht im Bild: Markus Rachbauer)