Politischer Aschermittwoch 2019: SEXISMUS – RASSISMUS – HASS IM NETZ

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Sigi Maurer – Foto: Johanna Rauch

Mit Sigi Maurer, Kathrin Quatember und Thomas Rammerstorfer

Sigi Maurer, ehemalige ÖH-Vorsitzende und Nationalratsabgeordnete der Grünen, engagiert sich gegen Hass, Rassismus und Sexismus im Internet. 2018 stand sie im Mittelpunkt des sogenannten „Craftbeer“-Skandals, als sie sexistische Beleidigungen gegen sich öffentlich machte. Die juristischen Folgen sind bis heute offen. Derzeit engagiert sie sich für einen Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz.

Maurer wird heute mit uns über ihre Erlebnisse und Ansichten sprechen. Gemeinsam mit ihr diskutieren Kathrin Quatember, die unlängst eine Studie zu rechten Medien veröffentlichte, und der freie Journalist und Extremismusexperte Thomas Rammerstorfer.

Es moderiert Laurien Scheinecker.

6. März 2019 – 20 Uhr

Bildungshaus Schloss Puchberg

Puchberg 1/4600 Wels

Eintritt: 10,- Euro inkl. Imbiss

1. März 2017: Politischer Aschermittwoch mit Paul Lendvai

Politischer Aschermittwoch der Welser Initiative gegen Faschismus
Buchpräsentation „Orbans Ungarn“ mit dem Autor Paul Lendvai
1. März 2017, 20 Uhr
Bildungshaus Schloß Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels
Eintritt: 10.- normal/für SchülerInnen, Präsenzdiener etc. frei
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Viktor Orbáns Politik im Visier
Viktor Orbán regiert hinter einem scheinbar demokratischen Vorhang mit eiserner Faust. Eine zwar schwache, aber funktionierende Demokratie baut er in einen autoritären Staat um. Seine nahezu uneingeschränkte Machtposition verdankt er vor allem seiner persönlichen Ausstrahlung, seiner Unbarmherzigkeit und seinem Machtinstinkt. In den 1990er-Jahren als demokratische Hoffnung gefeiert, gilt Orbáns Bewunderung heute Männern wie Putin und Erdoğan. Von den westlichen, liberalen Werten hat er sich abgewendet. Sein rechtskonservativer, populistischer Kurs lässt fremdenfeindlichen und antisemitischen Tendenzen breiten Raum, seine finanz- und wirtschaftspolitischen Ambitionen führen zu einer Spaltung der Gesellschaft: Einer kleinen Schicht profitierender Neureicher steht ein wachsendes Heer an Armen, Arbeitslosen und Mindestrentnern gegenüber. Die politische Opposition ist schwach und gespalten, die junge urbane Generation wendet sich von der Politik ab oder wandert aus. Ungarn ist zu einem Fremdkörper im demokratischen Europa geworden.
Der Autor Paul Lendvai, international angesehener Publizist, Autor und Osteuropa-Experte, schrieb viele Jahre als Korrespondent für die Londoner Financial Times und angesehene österreichische, Schweizer und deutsche Blätter. Er war ab 1982 Chefredakteur der Osteuropa-Redaktion des ORF und ab 1987 Intendant von Radio Österreich international. Heute ist er weiterhin Mitherausgeber und Chefredakteur der von ihm gegründeten internationalen Zeitschrift Europäische Rundschau, Leiter des Europa-Studios des ORF und Kolumnist des Standard. Er hat 16 Bücher publiziert, viele davon Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt, und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen.
Foto: Bela Mezey

400 BesucherInnen beim „Politischen Aschermittwoch“ in Wels

Ein großer Erfolg wurde die Präsentation von „Mein Kampf – eine kritische Edition“ im Rahmen des Politischen Mittwochs im Bildungshaus Schloss Puchberg.

Geladen waren die Herausgeber Dr. Christian Hartmann und Dr. Thomas Vordermayer. Nach einführenden Worten von Wilhelm Achleitner vom Bildungshaus und Christian Stöbich von der Welser Initiative gegen Faschismus begann die Veranstaltung mit einer kurzen Einspielung aus Qualtingers „Mein Kampf“-Lesung. Anschließend stellten Vordermayr und Hartmann Geschichte, Inhalt und Methodik der im Jänner erschienen Edition vor. Moderiert von Marie Edwige, Gemeinderätin der Grünen aus Linz, gab es dann noch eine längere Diskussion mit Herausgebern und Publikum.

 

 

1o. Februar 2016: HITLERS „MEIN KAMPF“ – PRÄSENTATION DES HISTORISCH-KRITISCHEN KOMMENTARS

Im Rahmen des „Politischen Aschermittwochs“
Ende 2015, 70 Jahre nach der Befreiung vom NS-Regime, erlöschen die Rechte des Freistaates Bayern an Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte erarbeitet aktuell eine wissenschaftlich kommentierte, kritische Edition, die im Jänner 2016 erscheinen wird. Ziele der Edition sind, die Entstehung von Hitlers Weltanschauung nachzuzeichnen und seine Ideen und Behauptungen mit den Ergebnissen der historischen Forschung zu konfrontieren. Da „Mein Kampf“ ein mit Mythen befrachtetes Propagandawerk der Menschenverachtung ist, dient die kritische Edition der historisch-politischen Aufklärung.

Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.
Mitveranstalter: OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Mauthausen Komitee Österreich, Welser Initiative gegen Faschismus

Bildungshaus Schloss Puchberg
Mittwoch, 10. Februar 2016, 20 bis 22 Uhr
Referenten:
Dr. Christian Hartmann
Dr. Thomas Vordermayer
Kursbeitrag: € 10,- inkl. Heringsaufstrich
SchülerInnen, StudentInnen und Bedürftige frei
BITTE ANMELDEN!
siehe http://www.schlosspuchberg.at/kb/page.php?id=18035

18. Februar ´15: Politischer Aschermittwoch mit Arash T. Riahi

Welser Initiative gegen Faschismus, Bildungshaus Schloss Puchberg und Bündnis für Menschlichkeit laden zum Politischen Aschermittwoch:

Film „Ein Augenblick Freiheit“ – anschließend Diskussion mit dem Filmemacher Arash T. Riahi

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Zum mittlerweile fünften Mal lädt die Welser Initiative gegen Faschismus am Aschermittwoch interessante Persönlichkeiten zum Dialog. Heuer findet die Veranstaltung in Kooperation mit dem Bildungshaus Schloss Puchberg und dem Welser Bündnis für Menschlichkeit statt und steht unter dem aktuellen Thema „Flucht und Asyl“.

Der bekannte österreichische Regisseur Arash T. Riahi, der selbst 1982 mit seinen Eltern aus dem Iran geflohen war, zeigt seinen vielfach preisgekrönten Spielfilm „Ein Augenblick Freiheit“,
der u. a. 2010 als österreichischer Beitrag für den Auslandsoscar nominiert war. Im Anschluss stellt sich der renommierte Filmemacher der Diskussion.

Im Jahr 2014 waren laut UNO erstmals seit dem 2. Weltkrieg mehr als 50 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht und gerade die dramatische Situation
in Syrien und die täglichen Tragödien im Mittelmeer erfordern unsere Solidarität. Mit diesem brisanten Flüchtlingsdrama thematisieren wir die schmerzvolle Situation von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und spannen den Bogen in unsere Gesellschaft. Unser Bündnis für Menschlichkeit unterstützt die von der Caritas seit Weihnachten in der ehemaligen Psychiatrischen Klinik betreuten Flüchtlinge und wirbt bei den WelserInnen um Verständnis und Unterstützung.

Der Eintritt zum Filmabend ist frei, freiwillige Spenden gehen an die Caritas Flüchtlingsbetreuung in Wels.

18. Februar 2015 – 20 Uhr
Bildungshaus Schloss Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels
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Susanne Scholl: Humorvoll und nachdenklich

Welser Antifa im Dialog mit Osteuropaexpertin

Aschermittwochs-Gespräch zwischen Literatur und Weltpolitik

WELS. Im vollbesetzten Festsaal des Bildungshauses Schloss Puchberg beeindruckte die bekannte Journalistin und Buchautorin Dr. Susanne Scholl beim 4. politischen Aschermittwoch der Welser Initiative gegen Faschismus. Nach humorvollen Leseproben aus ihrem kürzlich erschienenen Roman „Emma schweigt“, in dem sie sich in liebevoller Weise österreichisch-türkisch-russischen Alltagsepisoden widmet, konnten die 250 anwesenden Gäste hochklassige Politanalyse erleben. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Antifa-Moderator Christian Stöbich standen aktuelle Hintergründe und Perspektiven im Konflikt um die Krim. Frau Scholl skizzierte die Motivationen des Machtmenschen Putin und warnte vor den Folgen zögerlicher westlicher Reaktionen. „Bereits mit dem ersten Schuss im Kiewer Machtkampf hätte der Westen klare Sanktionen androhen und die demokratischen Kräfte in der Ukraine deutlicher stärken sollen“, meinte die Russland-Expertin und zeigte sich über den weiteren Verlauf des Konfliktes nachdenklich. Mit einer humanitären Aktion fand dieser stimmige Abend einen würdigen Abschluss: Mit dem Spendenaufruf der Antifa konnten 2.000 € für das Flüchtlingshaus Courage der Welser Caritas zur Verfügung gestellt werden.

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5. März ´14: Politischer Aschermittwoch mit Susanne Scholl in Wels

Susanne Scholl liest aus ihrem neuen Roman „Emma schweigt“

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Emma, Rentnerin in Wien, macht sich so ihre Gedanken über eine Welt, die nicht mehr ist, was sie mal war: Die neue türkische Schwiegertochter ist schwanger, die Enkelin trägt zu enge Hosen und ihren Ex-Mann hat einen Schlaganfall. Sarema kommt aus Grosny nach Wien. Dass sie noch am Leben ist, hat sie ihrem verzweifelten Mut zu verdanken: Im Tschetschenien-Krieg hat sie alles verloren, Schlepper haben sie und ihren jüngsten Sohn nach Österreich gebracht. Sarema braucht Asyl, Emma nach einem Unfall Hilfe im Haushalt. Ihre Wege kreuzen sich, Ihre Schicksale verbinden sich. Die Begegnung von zwei Frauen, zwei Kulturen, zwei Schicksalen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

Politischer Aschermittwoch in Wels
Die Welser Initiative gegen Faschismus hat vor mittlerweile vier Jahren diese Veranstaltungsreihe begründet, um zu dem dumpfen, schenkelklopfenden Bierzeltrassismus rechtsextremer Aschermittwochsveranstaltungen ein niveauvolles Gegen-Konzept zu bieten. Alljährlich laden wir Gäste zum Dialog, die auf Solidarität und Sensibilität setzen statt auf Hetze und Sündenbockgehabe.Wir freuen uns auf einen anregenden Abend mit interessanten Menschen und traditionellem Heringskäse.

Unser Gast: Dr. Susanne Scholl

Entstammt einer österreichisch-jüdischen Medizinerfamilie, mit deren tragischem Schicksal sie sich in ihrem Roman „Elsas Großväter“ (Picus Verlag, Wien 2003) auseinandersetzte. Nach einem Doktoratsstudium der Slawistik in Russland und Rom begann sie ihre journalistische Laufbahn als Mittel- und Osteuropa-Korrespondentin der französischen Zeitung „Le Monde“, anschließend war sie für Radio Österreich International und die APA tätig. Paul Lendvai holte sie 1986 in die neue ORF-Osteuroparedaktion. 1989 ging Scholl als Korrespondentin des ORF nach Bonn, 1991 wechselte sie nach Moskau. 1997 bis 2000 leitete sie in Wien das „Europajournal“ im ORF-Radio, um dann nach Moskau zurückzukehren. Aufsehen erregte ihre vorübergehende Festnahme durch die russischen Behörden während der Berichterstattung aus Tschetschenien.In den letzten Jahren hat sich Frau Scholl mit politischen Analysen, Erzählungen, Romanen und Gedichten einen Namen gemacht. Die gesellschaftlichen Entwicklungen in Russland und Osteuropa, aber auch die alltäglichen Probleme und Schicksale dieser Menschen bilden ihre Themen. Susanne Scholl wurde mit zahlreichen Preisen, wie dem Axel-Corti-Preis und dem Buchliebling Lifetime-Award, ausgezeichnet.

5. März 2014, 20 Uhr

Bildungshaus Schloss Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels