Ab 21. April 2016 in Gunskirchen: Ausstellung Jehuda Bacon

Bilder eines KZ-Überlebenden ab 21. April in Gunskirchen

Die Marktgemeinde Gunskirchen lädt zum Besuch der Ausstellung „Ich bin Jehuda Bacon“ ein, die am Donnerstag, dem 21. April, um 19.00 Uhr in der Landesmusikschule Gunskirchen (Marktplatz 2) eröffnet wird. Der israelische Maler Jehuda Bacon stammt aus Mähren. Er hat als Jugendlicher mehrere Konzentrationslager überlebt. In Gunskirchen wurde er befreit.

Die Ausstellung, die von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen konzipiert und u.a. vom Zukunftsfonds, vom Mauthausen Komitee Österreich, vom Antifa-Netzwerk sowie von der Welser Initiative gegen Faschismus finanziert wurde, ist bis 15. Mai in der Landesmusikschule Gunskirchen zu sehen.

Am Freitag, dem 13. Mai, findet um 19.00 Uhr  in der Landesmusikschule Gunskirchen eine Finissage statt, bei der Jehuda Bacon anwesend sein wird. Der 86-jährige Künstler und Zeitzeuge steht dann für ein Gespräch zu Verfügung.

Näheres unter https://de.wikipedia.org/wiki/Jehuda_Bacon

9. Mai 2015: Gedenken an die Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen

Auschwitz-Überlebender Marko Feingold spricht 

Die Marktgemeinde Gunskirchen, die Gemeinde Edt bei Lambach und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) laden zu einem Gedenken an die Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen ein. Dieses Gedenken findet am Samstag, dem 9. Mai, um 10.30 Uhr beim ehemaligen KZ-Friedhof Gunskirchen (vom KZ-Denkmal an der Bundesstraße 1 rund 500 Meter auf der Straße nach Saag) statt.

Nach der Begrüßung durch den Gunskirchner Bürgermeister Josef Sturmair spricht der 101-jährige Auschwitz-Überlebende Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg. Anschließend kommen der Gunskirchen-Überlebende Daniel Chanoch und Dr. Robert Eiter vom Mauthausen Komitee Österreich zu Wort. Das Kulturprogramm gestalten die Hauptschule Gunskirchen, die Landesmusikschule Gunskirchen und der Singkreis Gunskirchen.

Bei Schlechtwetter findet die Gedenkkundgebung im Veranstaltungszentrum Gunskirchen(Raiffeisenplatz 2) statt.

In den Traunauen zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach befand sich im Frühjahr 1945 eines der größten Nebenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Es war im Dezember 1944 zum Zweck der Herstellung von Flugzeugteilen aus Holz geschaffen worden. Ausgemergelte Häftlinge wurden noch wenige Tage vor Kriegsende in einem Todesmarsch, bei dem Tausende umkamen, dorthin getrieben. Am 4. Mai 1945 konnte die vorrückende US-Armee rund 17.000 Menschen befreien. Von ihnen starben allerdings noch viele während der darauffolgenden Wochen.