22. Jänner 2016: Einladung zum ersten Café für Alle

Fr., 22. Jänner 2016, 17:00 Uhr

Einladung zum Ersten Café für Alle

Dieses wird von einem losen Zusammenschluss von Freiwilligen, die Personen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen möchten, organisiert. Die Cafés sollen das Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus verbessern. Einmal monatlich soll das Café stattfinden, wozu WelserInnen und Flüchtlinge aus den diversen Einrichtungen herzlich eingeladen werden. Die Cafés dienen zunächst dem Kennenlernen und dem Austausch. In weiterer Folge soll es jedoch darum gehen, AslywerberInnen selbst die Möglichkeit zum Handeln und Tun zu geben. Ein Grundsatz ist die Selbstermächtigung der Flüchtlinge, d.h. sie sollten möglichst von Anfang an in die Organisation miteingebunden werden. Die Cafés beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen: Künstlerisches, Brettspiele, Workshops, Kulinarisches…

Kontakt: refugeecafe_wels@outlook.com

„Drohung mit Autobahnsperre ist eine Bankrotterklärung des Welser Bürgermeisters“

Die Ankündigung des Bundes, in Ausübung seines Durchgriffsrechtes, 300 AsylwerberInnen in der Welser Hessen-Kaserne unterzubringen, sorgte dieser Tage für heftige Reaktionen. Bürgermeister Rabl, der davon wieder mal nichts gewusst haben wollte, drohte gar mit einem Protestmarsch auf der Innviertler Autobahn. Dem kann Werner Retzl von der Welser Initiative gegen Faschismus freilich nichts abgewinnen:

„Rabl wäre verpflichtet, passende Quartiere dem Bund zu melden. Das hat er nicht getan, nun greift der Bund eben durch“. Die Probleme werden sicher nicht mit kindischem und gefährlichem Aktionismus gelöst.

Offenbar kennt Rabl auch die Fakten nicht:

„Derzeit sind in der Stadt Wels mehr als 390 Asylwerber untergebracht. Dazu kommt noch die Beherbergung von rund 600 Transitflüchtlingen.“ behauptet Bürgermeister Rabl.

Wahr ist: Es ist seit 10. Dezember kein einziger (!) Transitflüchtling mehr in Wels. Die Anzahl von AsylwerberInnen beträgt auch nicht „mehr als 390“, sondern exakt 387.

„Also entweder hat Herr Rabl keinen Dunst davon, was in Wels passiert, oder er hat eine verzerrte Wahrnehmung. So oder so erschreckend.“ meint Antifa-Vorsitzender Retzl.

Auch über die Kommunikation zwischen Ministerium und Stadt gibt es von der FPÖ widersprüchliche Angaben – in der gleichen Presseaussendung. Im ersten Absatz heißt es, man wurde „vom zuständigen Innenministerium darüber informiert“, im zweiten Absatz steht plötzlich, „die Verantwortlichen erfuhren von dem geplanten Asylzentrum aus der Zeitung.“

Die FPÖ-Aussendung: http://www.wels-aktuell.at/?archiv=&newsid=1176

Ab Jänner ´16: Refugee-Cafe in Wels!

Eine feine Sache die wir gerne mit Rat und Tat unterstützen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Wels und Wels-Umgebung sind, wie auch in anderen Gemeinden Österreichs, in Unterkünften und Einrichtungen Menschen untergebracht, die auf Grund von Krieg und Terror ihre Herkunftsländer verlassen mussten und nach Europa geflohen sind. In den Unterbringungen werden die Grundbedürfnisse der AsylwerberInnen bzw. Flüchtlinge abgedeckt. Sie haben ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Essen. Neben dieser Basisausstattung sind soziale Kontakte, Sprachkenntnisse sowie das Pflegen und Entfalten von Fähigkeiten und Interessen besonders wichtig für die Sozialisation in dem neuen Land.

Aus diesem Grund haben wir die Idee eines Refugee-Cafés für Wels geboren. Wir sind ein loser Zusammenschluss von Freiwilligen, die Personen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen möchten. Die Refugee-Cafés sollen das Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus verbessern. Einmal monatlich soll das Café stattfinden, wozu WelserInnen und Flüchtlinge aus den diversen Einrichtungen herzlich eingeladen werden. Die Cafés dienen zunächst dem Kennenlernen und dem Austausch. In weiterer Folge soll es jedoch darum gehen, AslywerberInnen selbst die Möglichkeit zum Handeln und Tun zu geben. Ein Grundsatz ist die Selbstermächtigung der Flüchtlinge, d.h. sie sollten möglichst von Anfang an in die Organisation miteingebunden werden. Die Cafés beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen: Künstlerisches, Brettspiele, Workshops, Kulinarisches, etc. Von dem Projekt können alle profitieren.

Die Cafés sollen im Freiraum Wels, Altstadt 8, stattfinden.

Natürlich entstehen auch Kosten. Kaffee, Tee, Lebensmittel (Zucker, Milch, Zutaten für verschiedene Gerichte), Geschirr, Besteck, Gläser, Servietten, diverse andere Utensilien für die einzelnen Termine, etc. müssen angeschafft werden.

Wir möchten auf diesem Wege an ihre Großzügigkeit und ihren Weitblick für gelebte Integration appellieren und Ihre Organisation/Ihr Unternehmen um eine finanzielle Unterstützung bzw. eine Sachspende für unser Projekt bitten. Die Hilfe kann sehr unbürokratisch erfolgen. Da wir keine Rechtsperson sind und über keine Bankverbindung verfügen, nehmen wir finanzielle Mittel bar entgegen und holen diese auch bei Ihnen ab. Selbstverständlich erhalten Sie eine Quittung und können sich über die Verwendung Ihrer Spende informieren. Bitte wenden Sie sich an Mag. Markus Rachbauer: refugeecafe_wels@outlook.com

Wir laden Sie sehr herzlich zu unserem ersten Café am 22. Jänner 2015 ab 17 Uhr im Freiraum Wels, Altstadt 8 ein.

Herzlichen Dank im Voraus!

Das Team des Refugee Cafés

Flüchtlingen helfen in Wels und Umgebung: Aktuelle Situation/17. 9. 2015

Hier mal eine Zusammenfassung der aktuellen Situation:

  • Im Kulturzentrum Alter Schlachthof wurde eine Abgabestelle für Sachspenden eingerichtet um die bisherigen Abgabestellen zu entlasten. Derzeit sind aber alle Abgabestellen überfüllt, also bitte KEINE Sachspenden abgeben, weder im Schlachthof noch direkt in den Messehallen. Auch die Lager von Volkshilfe und Caritas sind überfüllt – bitte eventuell vorhandene Sachspenden vorerst zu Hause aufheben, bis wieder Bedarf bzw. Platz dafür besteht
  • Bitte akzeptiert die Bitten der MitarbeiterInnen der professionellen Hilfsorganisationen bzw. des Magistrates
  • Es wurde eine Liste von Personen erstellt, die ehrenamtlich verschiedene Dienstleistungen erbringen wollen: Deutschkurse, Freizeitgestaltung und vieles andere. Ist zur Unterstützung jener gedacht, die längerfristig in Wels bleiben wollen.
  • Zur Information über die aktuelle Situation empfehlen wir

auf facebook die Gruppen:

„Flüchtlingen helfen in Wels und Umgebung“

„Rotes Kreuz Wels“

„Wels hilft.“

oder

die mailingliste http://lists.ps1.at/cgi-bin/mailman/listinfo/refugeeswelcome_wels

oder

die diversen Homepages von Alter Schlachthof Wels, Welser Initiative gegen Faschismus, der Hilfsorganisationen etc.

  • Immer benötigt werden Geldspenden:

Rotes Kreuz Wels, Flüchtlingshilfe

IBAN AT 833400 000200113654

BIC RZOOAT2L

31. August 2015: Gestorben auf der Flucht – Trauermarsch und Mahnwache

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Jeden Tag ertrinken Menschen im Mittelmeer auf der Flucht – mit der Hoffnung auf ein lebenswerteres Dasein in Europa. Gestern hat sich diese europäische Realität mitten unter uns gesellt.

71 Flüchtlinge – 59 Männer, 8 Frauen, 4 Kinder – sind gestern tot aufgefunden worden, gestorben auf der Flucht in unser „sicheres“ Europa.

Und mit der Mitteilung über tote Flüchtlinge, wird der Ruf nach strengeren Grenzkontrollen in Österreich lauter, um den Schleppern, die diesen Menschen eine sichere Existenz in Aussicht stellen, die Wege zu erschweren. Den Menschen, die keine legale Möglichkeit haben, um Asyl in Österreich zu beantragen, OHNE zuvor die Dienste eines Schleppers in Anspruch zu nehmen.

Gestern ist der Tod bei uns angekommen. Tote Flüchtlinge auf der A4. EINUNDSIEBZIG. Und wir wollen das nicht ungesehen lassen.

Am Samstag Morgen, den 29. August 2015, um 08:00 Uhr, trafen wir uns im Alten Schl8hof und stellten 71 „Gedenksteine“ in Erinnerung an die Toten auf.

Am Montag Abend, am 31.August 2015 um 19:00, ist dann erneut Treffpunkt im Alten Schl8hof. Gemeinsam tragen wir unsere 71 schwarzen Kisten/ Gedenksteine auf den Welser Stadtplatz, um dem Andenken an die verstorbenen Flüchtlingen den Platz zu geben, den sie verdienen. Diese werden dort abgestellt und es werden für jeden dieser symbolischen Särge ein Grablicht entzündet. Nachdem gemeinsamen Lichter Entzünden und einer Schweigeminute werden mehrere Freiwillige bis Mitternacht eine Mahnwache abhalten und die Gedenksteine bewachen.

Hintergedanke der Veranstaltungen ist es, den Verstorbenen und ihrem Andenken ein Mahnmal zu setzen und darauf aufmerksam zu machen, wie viele Menschen vor den „sicheren“ Grenzen unseres Europas zu Grunde gehen.

Wir bitten daher:
Denkt an die Toten an unseren Grenzen und schafft mit uns Platz für Ihr Gedenken.

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