Stadtwache-Mitarbeiter mit Hakenkreuz-Fahne war bei Freiheitlichen aktiv – Welser Antifa: „Rabls FPÖ kommt aus dem braunen Sumpf nicht heraus“

Kurz vor Silvester erregte ein „Einzelfall“ die Stadt Wels: Von einem Bediensteten der Stadtwache, Peter S., war ein Foto aufgetaucht, auf dem er bei sich zu Hause mit einer Hakenkreuz-Fahne posiert.
Der Magistrat sprach eine fristlose Entlassung aus, die Polizei ermittelt. Die „Kronenzeitung“ berichtete: „Dem Mitarbeiter wird in einem Schreiben unterstellt, FPÖ-Mitglied zu sein und im Wahlkampf die Freiheitlichen unterstützt zu haben.“ Bürgermeister Andreas Rabl wurde zitiert: „Er ist definitiv kein FPÖ-Mitglied.“
Ob das stimmt oder nicht, kann die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) nicht beurteilen.
Allerdings deckt sie jetzt auf, dass Peter S. bei einer FPÖ-Vorfeldorganisation, der
„Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher“ (AUF) aktiv war oder ist. Bei den Personalvertretungswahlen des Magistrates Wels im Jahr 2014 kandidierte er sogar für diese „Gewerkschafter“ der FPÖ: an prominenter dritter Stelle!
Dass Rabl davon nichts gewusst hat, ist undenkbar. Er hat die Öffentlichkeit also mit Absicht irreführend informiert.
„Wundern tut die Hakenkreuz-Affäre wohl niemanden. Leute wie Peter S. meinen, sie hätten in Wels Narrenfreiheit“, so Werner Retzl, Vorsitzender der Welser Initiative gegen Faschismus. „Wenn schon der Magistratsdirektor bei einer Burschenschaft ist, die sich „Obergermanen“ nennt …“.
Eine Reihe rechtsextremer Vorfälle in der Welser FPÖ blieb gänzlich ohne Konsequenzen. Retzl erinnert an den blauen Gemeinderat Ralph Schäfer, der wegen NS-Wiederbetätigung und Sachbeschädigung vor Gericht gestanden ist: „Bis heute hat sich Schäfer weder für seine Taten entschuldigt noch sich davon distanziert.“
Die ewiggestrigen Sympathien des Hakenkreuz-Fans waren kein Geheimnis. Aufzuklären gilt es die Frage, wie Peter S. ausgerechnet bei der Stadtwache eingesetzt werden
konnte. Auf Facebook sind seine Sympathien für rechtsextreme Gruppen wie die „Identitären“ offen dokumentiert.
„Auch in Wels kommt die FPÖ nicht aus dem braunen Sumpf heraus“, fasst Antifa-Vorsitzender Retzl zusammen. „Dass der bekannte Schauspieler Cornelius Obonya kürzlich ernste Mahnungen an Rabl gerichtet hat, war also höchst berechtigt.“

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