Die Grünberg-PreisträgerInnen 2015: Dr. Christian Brandlmaier

Dr. Christian Brandlmaier wurde am 23. November 1957 als jüngster von drei Brüdern geboren und wuchs in Thalheim auf, wo er auch die Volksschule besuchte. Von 1968 bis 1976 absolvierte er das Bundesgymnasium Wels-Schauerstraße, ehe er das Medizinstudium an der Universität Wien begann, das er 1983 erfolgreich abschloss. Nach dem Militärdienst begann er im April 1984 seine berufliche Tätigkeit im Krankenhaus Wels, wo er 1985-1991 auch die Facharztausbildung im Bereich Dermatologie/Dermatochirurgie erhielt. Vor der Niederlassung  in freier Praxis als Dermatologe (Wahlarzt) in Thalheim im Oktober 1992 war Dr. Brandlmaier bis Oktober 1992 als Facharzt auch stellvertretend für den Abteilungsvorstand an der Dermatologischen Abteilung des Klinikums Wels tätig.

Der Vertragserrichtung mit allen Krankenkassen im Jahr 1994 folgte 1995 die Übersiedlung in eigene Praxisräumlichkeiten im Reinberghof, Thalheim.

Dr. Brandlmaier ist seit 1986 mit Sigrid verheiratet, sie haben 3 Kinder: Sebastian, Elisabeth  und Matthias.

Bis Dezember 2012 war Dr. Brandlmaier römisch-katholisch, ehe er zur Evangelischen Kirche AB konvertierte. Von 1992 bis 2012 war er für 4 Perioden ununterbrochen gewählter Pfarrgemeinderat in Thalheim, wo er sich besonders (aber leider letztlich erfolglos) im Bereich der Ökumene (Evangelische und Muslime bzw. abrahamitische Ökumene) engagierte.

Sein besonderes Interesse gilt der Politik, wobei jedoch keine parteipolitischen Ambitionen erkennbar sind.

Dr. Brandlmaiers politisches Bewusstsein zeigte sich besonders anlässlich der Unterbringung von AsylwerberInnen in Thalheim, als dort wohnhafte BürgerInnen und Bürger ihrer Sorge über den drohenden drastischen Wertverlust ihrer Liegenschaften auf skandalöse Art und Weise Ausdruck verliehen.

Dr. Christian Brandlmaier äußerte seinen Unmut über diese menschenverachtende Einstellung, indem er sich engagiert und explizit zu Wort meldete. Ungeachtet seiner langjährigen Freundschaft mit einem der Wortführer unter den Gegnern der Flüchtlingsunterbringung machte er in einem Leserbrief klar, dass er dessen Haltung für verabscheuenswert hielt. Er hielt ferner fest, dass in seiner Ordination Flüchtlinge bevorzugt behandelt werden würden. Dieser Akt der Zivilcourage ist nicht selbstverständlich, bedeutet er doch in einem Klima der zunehmenden Ablehnung von Asylwerbern, Kriegsflüchtlingen und Armutsmigranten die öffentliche Darstellung einer Position, die durchaus berufliche und gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

IMG_0308Die Welser Initiative gegen Faschismus ist der Meinung, dass eine derart unmissverständliche Haltung mit dem Elfriede-Grünberg-Preis ausgezeichnet werden muss. Der Preis wird am 23. November im Rahmen unseres Jahresforums überreicht.

Die bisherigen PreisträgerInnen: https://de.wikipedia.org/wiki/Elfriede-Gr%C3%BCnberg-Preis

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