12. März ´14: Buchpräsentation „Bitter“ mit Ludwig Laher

bitter

Laher stellt in „Bitter“ das Privatleben wie das ‚öffentliche Wirken’ eines mit Befehlsgewalt ausgestatteten, international tätigen österreichischen Kriegsverbrechers, u. a. Gestapo-Chef in Wiener Neustadt, Charkow und Verona, in den Mittelpunkt seines Erzählens. Weit über das individuelle Porträt eines äußerst ehrgeizigen und skrupellosen, charmanten und hochintelligenten Täters hinaus, das, rechnet man sein vielfätiges Nachwirken ein, einen Großteil des 20. Jahrhunderts umspannt, zeichnet das Buch die strukturellen Bedingtheiten nach, die erst möglich machten, was erzählt wird, und wartet dabei mit vielen unglaublichen Details auf, die sowohl verstören als auch Aha-Erlebnisse ermöglichen, auf jeden Fall eine spannende und oft überraschende Lektüre garantieren.

Zuweilen geht der meist distanzierte Erzähler bis an die Schmerzgrenze, indem er sich der zynischen, ellenbogenbewehrten, utilitaristischen Sprache nationalsozialistischer Denkmuster bedient. Später gibt er sich dann doch deutlicher zu erkennen und tritt am Schluß gar selbst auf im Text, noch bevor er den ersten Satz des Buches niederschreibt.

Mittwoch, 12. März 2014, 20 Uhr

Bildungshaus Schloss Puchberg, Puchberg 1, 4600 Wels

http://www.ludwig-laher.com/

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