25. 1. 2021: Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus (Stillfüssing)

Mo, 25. Jänner 2021
18.30 Uhr
Stillfüssing, Gemeinde Waizenkirchen (OÖ)

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages lädt ein breites antifaschistisches Bündnis zu einer Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Die Mahnwache findet am Montag, dem 25. Jänner 2021, um 18.30 Uhr beim Waffen-SS-Denkmal in Stillfüssing (Gemeinde Waizenkirchen) statt. Wir wollen nicht nur der Opfer gedenken, sondern auch einen angemessenen Umgang mit der Geschichte der Täter und ihrer Verbrechen einfordern.

Ein Grab in Stillfüssing, in dem 13 Gefallene der Waffen-SS beerdigt sind, dient als Denkmal und als Pilgerstätte für Rechtsextremisten. Wir verlangen einen Zusatzstein, der unübersehbar darauf hinweist, dass die Waffen-SS eine verbrecherische Organisation war. Sie hat nicht nur zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung in den von Hitler-Deutschland besetzten Gebieten verübt, sondern ab 1940 auch sämtliche KZ-Wachmannschaften gestellt.

In Peuerbach ist bis vor Kurzem Ferdinand Sammern-Frankenegg (1897 – 1944) durch eine Inschrift auf dem Kriegerdenkmal geehrt worden. Sammern-Frankenegg war als hochrangiger SS-Offizier für die Deportation von 300.000 Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager verantwortlich. Nach einem großen „Kurier“-Artikel wurde die Inschrift provisorisch überklebt. Wir fordern die dauerhafte Entfernung der Inschrift und eine inhaltliche Auseinandersetzung der Stadt Peuerbach mit den Gräueltaten Sammern-Frankeneggs.

Einladende Organisationen: Mauthausen Komitee Österreich, OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, Israelitische Kultusgemeinde Linz, SPÖ Waizenkirchen, SPÖ Grieskirchen/Eferding, Grüne Oberösterreich, ÖGB Grieskirchen/Eferding, Katholische Jugend, Sozialistische Jugend, Österreichische Gewerkschaftsjugend, KZ-Verband, Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen, Welser Initiative gegen Faschismus, Omas gegen rechts, Solidarwerkstatt Österreich, Österreichischer Auslandsdienst

FPÖ Gedenkkundgebung zum 9. November in Wels ist scheinheilig und zynisch

Presseaussendung der Jüdischen österreichischen Hochschüler*innen

Jüdische österreichische Hochschüler*innen (JöH) kritisieren Vereinnahmung des Gedenkens durch FPÖ, die selbst ein Antisemitismusproblem hat.

Der 9. November ist für uns alle ein Tag der Trauer und der Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938. Im deutschen Reich brannten Synagogen und jüdische Geschäfte. Wohnungen wurden verwüstet und zerstört. Juden und Jüdinnen wurden verletzt, in Konzentrationslager deportiert und ermordet. 

Auf der ganzen Welt finden an diesem Tag Gedenkveranstaltungen statt, allesamt unter dem Motto “Niemals wieder!”. Eine sticht jedoch durch ihre Absurdität heraus: Die Welser “Gedenkkundgebung”, organisiert von FPÖ Bürgermeister Dr.Andreas Rabl, ein Vertreter jener Partei, deren politische Steckenpferde Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Menschenverachtung sind.

„Die offenkundig rassistische und antisemitische FPÖ instrumentalisiert bei ihrem scheinheiligen Gedenken die Ereignisse unserer Geschichte, um ihr rechtsradikales Gesicht zu verstecken.” erklärt Sashi Turkov, Co-Präsidentin der JöH.

Die „Einzelfälle“ von FPÖ Politiker*innen häufen sich mit jedem Jahr weiter. Menschenverachtende Sprache, Migrant*innen-feindliche Gedichte und Posts,  Mitgliedschaften in antisemitische Burschenschaften und Organisationen – all das lässt sich nicht unter den Teppich kehren.

„Bevor man öffentlich so tut als würde man den Grauenstaten des Nationalsozialismus gedenken, sollte sich die FPÖ lieber um ihren eigenen Antisemitismus kümmern.“ fordert Co-Präsidentin Lara Guttmann.

Die FPÖ nutzt jede Gelegenheit um zu spalten und Hass zu verbreiten, anstatt den Zusammenhalt zu stärken. Die jüdischen österreichischen Hochschüler*innen fordern deshalb, dass die FPÖ keine Pseudo-Gedenken für die Verbrechen der Nationalsozialisten veranstaltet, solange die Partei nicht das geringste getan hat, um ihren offenkundigen und latenten Antisemitismus in den eigenen Reihen aufzuarbeiten.

Illya Babkin

JöH Vorstand

Bei Rückfragen:

Mail: Office@joeh.at

Tel: +43 660 4850484

 JöH Board
Jüdische österreichische HochschülerInnen 

Gedenken an die „Reichspogromnacht“ und die Todesmärsche der JüdInnen durch Oberösterreich

Unser Gedenken an die „Reichspogromnacht“ 1938 und die Todesmärsche der JüdInnen durch Oberösterreich 1945.

Inhalt:
Marina Wetzlmaier im Gespräch mit dem Zeitzeugen Erwin Rammerstorfer
Redebeitrag von Terry Swartzberg
Redebeitrag von Alma Zadic
Kranzniederlegung der Welser Initiative gegen Faschismus

WEGEN COVID-19-PANDEMIE ABGESAGT!!! 9. November 2020: Alma Zadic bei der Kundgebung zur „Reichspogromnacht“ in Wels

Alma Zadic

Die Gedenkkundgebung zur „Reichspogromnacht“ findet heuer am 9. November um 19 Uhr wie üblich vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimer Park statt.

Hauptrednerin ist heuer Justizministerin Alma Zadic. Davor sprechen Katharina Gusenleitner von der Welser initiative gegen Faschismus und Terry Swartzberg von der Stolperstein-Kampagne.

Wir weisen darauf hin, dass bereits um 17 Uhr in der Landesmusikschule die Ausstellung „GehDenkSpuren“ zum Todesmarsch der ungarischen Juden eröffnet wird. Dort sprechen Martina Franke (Direktorin Landesmusikschule, Thomas Rammerstorfer (Welser Initiative gegen Faschismus), Johnny Reindl-Schwaighofer (Kulturstadtrat) und ebenso Terry Swartzberg.

Bei beiden Veranstaltungen bestehen wir auf die Einhaltung der geltenden Maßnahmen zur Vermeidung von Covid-19-Infektionen (Mund-Nasen-Schutz, Abstandhalten, Hygiene).

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Welser Initiative gegen Faschismus

WEGEN COVID-19-PANDEMIE ABGESAGT!!! 9. November 2020 in Wels: Ausstellungseröffnung zum Todesmarsch der ungarischen Juden

Es sprechen
MARTINA FRANKE (Direktorin Landesmusikschule)
THOMAS RAMMERSTORFER (Welser Initiative gegen Faschismus)
JOHNNY REINDL-SCHWAIGHOFER (Kulturstadtrat)
TERRY SWARTZBERG (Stolpersteine-Kampagne)

9. 11. 2020, 17 Uhr, Landesmusikschule Wels, Maria-Theresia-Straße 33

„GEH-DENK-SPUREN 2020“ lautet der Titel einer Wanderausstellung, die sich intensiv mit den „Todesmärschen“ von Jüdinnen und Juden von Mauthausen nach Gunskirchen im Jahr 1945 beschäftigt. Die Ausstellung wurde von der Arbeitsgemeinschaft „GEH-DENK-SPUREN“ entwickelt und umgesetzt.

Diese Form der Präsentation wurde bewusst gewählt, um regionale Geschichte kompakt zu dokumentieren und sie lokal sichtbar zu machen. Eine deutliche GEH-DENK-SPUR soll sich von Mauthausen entlang
der ehemaligen „Todesmarsch-Routen“ bis nach Gunskirchen ziehen. Im Rahmen der lokalen Gedenkfeiern wird die Wanderausstellung eingebunden. Nun ist sie für eine Woche in Wels zu Gast.

Die Arbeitsgemeinschaft hat neue historische Erkenntnisse zu Tage gefördert und rückt mit der Ausstellung persönliche Schicksale ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Ausstellung zeigt einerseits ein dunkles Kapitel in der NS-Geschichte, aber auch leuchtende Beispiele von Zivilcourage.

Die Ausstellung wird in der Musikschule bis einschließlich 16. November zu den Öffnungszeiten (8 bis 21 Uhr) zu besichtigen sein.

Wels sagt ein klares Nein zu Hasspropaganda: Aktiv gegen rechtsextreme Schmieraktionen (Presseaussendung vom 17.04.2020)

Immer wieder versuchen Ewiggestrige, mit dem Schmieren von rassistischen Parolen und NS-Symbolen Hass zu verbreiten. So gab es in Wels einige Tage vor Ostern Schmieraktionen auf der Werksmauer der Reform-Werke, auf einer Plakatwand und im angrenzenden Unterführungsbereich von der Neustadt in die Vogelweide. Dank engagierter WelserInnen war diese Hasspropaganda aber nur von kurzer Dauer.

Lehrlinge der Reform-Werke machten sich mit ihrem Ausbildner gleich nach Ostern daran, die Neonazi-Schmierereien, nach Absprache mit der Geschäftsführung, zu entfernen. Das Motto der Lehrlinge lautete: „Der Dreck muss weg!“. Schon am Ostersonntag hatten AktivistInnen der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) eine Plakatwand voller Ausländerhetze und Hakenkreuze einer menschenfreundlichen Umgestaltung unterzogen (siehe Foto). Durch die rasche Reaktion des Plakatwandeigentümers „Werbering“ wurden mittlerweile die letzten Spuren der Schmieraktion beseitigt.

„Wir haben diese rechtsextremen Straftaten – es handelt sich um NS-Wiederbetätigung, Verhetzung und Sachbeschädigung – selbstverständlich bei der Polizei angezeigt“, sagt Antifa-Vorsitzender Werner Retzl. Er betont: „Das sind keine Kavaliersdelikte. Das Verbotsgesetz und das Strafgesetzbuch sehen hohe Strafen vor. Wir hoffen, dass der Verfassungsschutz mit Ermittlungen in der braunen Szene und die Polizei mit verstärkten Patrouillen das Problem bald in den Griff bekommen. Die Antifa wird die Entwicklung sehr genau verfolgen!“

 

Welser Initiative gegen Faschismus

Kommentar: Rassenreinheit am Welser Wochenmarkt

Die gestresste blau-schwarze Stadtregierung leistet sich das nächste Fettnäpfchen. Da karrt das rührige Stadtmarketing mit „Freshland“ einen erfolgreichen Münchner Lebensmitteldiskonter nach Wels, doch die vom Wählerschwund gebeutelte blaue Paniktruppe sucht ihr Heil in schrillem Aktionismus: Weil der potentielle Anbieter auch für türkischstämmige Welser attraktiv sein könnte, wird der Vertrag vereitelt. „Man wolle keine falschen Signale senden“ begründet der blaue „Integrationsreferent“ das politische Reinheitsgebot. Mit der Angst vor preislichem Wettbewerb hat er sogleich die Welser Schwarzen im Boot, denn ein Diskonter am Wochenmarkt, das geht gar nicht. Also bleibt dem Stadtmarketing künftig wohl nur, in die Ausschreibungskriterien einen „Arierparagraphen“ aufzunehmen. Und den Welser BürgerInnen wird ausgerichtet: Multikulti am Wochenmarkt wird es in Wels nicht geben. Das ist ja auch in Wien gescheitert, wie man am Naschmarkt sehen kann. Schön, dass Fasching ist, und schön, dass mit den Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr mit dieser Kasperltruppe Schluss sein wird.

(Kommentar des Vorstandes der Welser Initiative gegen Faschismus vom 31.01.2020)

Termine für 2020 zum Vormerken

  • Buchpräsentation: „Die Ehemaligen – Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ“.: Montag, 20. Jänner 2020, um 19.00 Uhr im FreiRaumWels, Altstadt 8
  • KLANG_ZEICHEN_SETZEN Eine Veranstaltung gegen Gewalt zum Holocaustgedenktag: Montag, 27. Jänner 2020, um 19.30 Uhr in den Minoriten Wels
  • KLEINES NETZWERKTREFFEN des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus: Dienstag, 28. Jänner 2020, um 16.30 Uhr in Linz, Volkshaus Kleinmünchen, Dauphinestr. 19
  • Politischer Aschermittwoch mit Gregor Gysi: Mittwoch, 26. Februar 2020, um 20 Uhr, Bildungshaus Puchberg/Wels
  • Todesmarschgedenken mit Maria Katharina Moser (Direktorin Diakonie Österreich): Mittwoch, 29. April 2020, um 19 Uhr, Friedhof Wels/Jüdisches Mahnmal
  • Befreiungsfeier KZ Nebenlager Gunskirchen: Samstag, 9. Mai 2020, um 10.30 Uhr, Au an der Traun
  • Befreiungsfeier KZ Mauthausen: Sonntag, 10. Mai 2020, um 11 Uhr, Mauthausen
  • Antifa-Sommerfest: Freitag, 26. Juni 2020, ab 18 Uhr, Black Horse Inn
  • GROSSES NETZWERKTREFFEN des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus: Samstag, 10. Oktober 2020, ab 14 Uhr, BH Schloss Puchberg
  • POGROMNACHTGEDENKEN: Montag, 9. November 2020, um 19 Uhr Pollheimerpark Wels

Politischer Aschermittwoch mit Gregor Gysi

Mittwoch, 26. Februar 2020, um 20 Uhr

Bildungshaus Puchberg/Wels

Gregor Gysi ist ein brillianter Redner und Autor, ein scharfer Zeitkritiker und herausragende Persönlichkeit der Europäischen Linken. Im Gespräch mit Wilhelm Achleitner wird er als Zeitzeuge der deutschen Wiedervereinigung Stellung nehmen, die aktuellen Trends des Rechtspopulismus und die Krise der Sozialdemokratie beleuchten und seine Perspektiven für eine demokratische Zukunft erörtern.